Ressourcen

Ein sehr kompliziertes Wort, um etwas sehr Einfaches zu beschreiben. "Dinge, die einen am Leben halten" merken sich die Überlebenden der Apokalypse leichter. Im Endeffekt umfasst es all das, was man in der Leiche der alten Welt finden oder erzeugen kann, um seine Überlebenschancen ein wenig zu erhöhen. Selbst wenn man etwas gerade nicht braucht, kann man sich Gefallen oder Kronkorken damit erkaufen. Etwas liegen zu lassen ist daher absolut undenkbar, solange man noch ein wenig Platz im Rucksack hat. Es gibt vier Dinge, die man als Grundpfeiler des Überlebens im Wasteland bezeichnen kann, hier ein paar Zeilen zu ihnen:

Nahrungsmittel

Die unangenehme Tatsache, dass es Nichts mehr Unverstrahltes zu Essen gibt, verliert mit jedem Tag, an dem man gar nichts zwischen die Zähne bekommt, an Bedeutung. Hunger ist der beste Koch - das war schon früher ein Sprichwort, und es war noch nie so wahr wie in den Wastelands. Wer jagen kann, weiß, dass ein warmes Stück Fleisch so ziemlich das Beste ist, was diese kaputte Welt noch zu bieten hat. Allerdings gibt es auch kaum jemanden, der jetzt noch eine Dose Ravioli verschmähen würde, denn auch diese zählt mittlerweile zu den Luxusgütern. Jene, die kein Glück beim Jagen oder Plündern haben, müssen sich mit dem abfinden, was sie bekommen: Früchte, Beeren, Nüsse und Pilze können einem einerseits schon den Tag versüßen, andererseits sind schon unzählige arme Seelen an falsch identifizierten Leckerbissen vor die Hunde gegangen. Der Hunger kann Verzweifelte auch dazu antreiben, grausame Dinge zu tun. Kannibalismus ist ein Wort, das seit dem Untergang leider viel öfter fällt, als einem lieb wäre. Die Entscheidung dazu ist jedoch oft eine Entscheidung zwischen Leben und Tod. Ohne Zweifel würden viele, die darauf herabsehen, gleich entscheiden, wenn sie in so einer Situation wären.

Ackerbau

Natürlich wurde nach der Schneeschmelze von den ersten Siedlern versucht, den Boden wieder zu kultivieren, doch nach den Bomben gestaltete sich dieses Vorhaben deutlich schwieriger als zuvor. Mehrere Jahre Frost und Strahlung haben den Boden fast gänzlich unbrauchbar gemacht und nur sehr wenige konnten es schaffen, verkümmerte Pflänzchen hochzuziehen. Seither wird versucht, durch selektives Züchten Sorten zu schaffen, die den harschen Bedingungen standhalten, was durch ständige Sprungmutationen nicht wirklich einfacher wird...

Viehzucht

Wie auch der Rest der Welt wurde die Fauna schwer von der Katastrophe mitgenommen, viele Arten starben aus. Als die Erde mehrere Jahre von Schnee und Eis bedeckt war, mussten sich die Tiere schnell an die Bedingungen anpassen. Jene, die es nicht schafften, verhungerten oder erfroren. Die meisten Arten, die der Mensch zuvor domestiziert hatte, waren durch die jahrhundertelange Züchtung zu schwach geworden, um in der Wildnis zu überleben. So mussten die Menschen von vorne beginnen, als sie zurück an die Oberfläche kamen. Der Fortschritt ist bisher kaum erwähnenswert und bei ständigen harten Rückschlägen und Krankheiten ist es fraglich, ob es jemals wieder so etwas wie Nutzvieh geben wird.

Wasser

Wasser gibt es auf der Erde immer und überall, auch nach dem Untergang kann man es in jedem Winkel unserer Welt finden, sei es fest, flüssig oder als Nebel, der am Morgen durch das Land kriecht. Dass der Mensch täglich 1,5l bis 2l davon zu sich nehmen muss, um über die Runden zu kommen, hat seit den Anfängen der Menschheit kluge Köpfe animiert, Wege zu finden, es verfügbar zu machen. Der Teufel liegt wie so oft im Detail. Jene, die mit Magenkrämpfen und Fieber ihre letzten Atemzüge tun, verfluchen bis zum Schluss die Entscheidung, nur diesen einen Schluck unabgekocht getrunken zu haben. Einmal mehr über solche Dinge nachzudenken mag zwar im Angesicht des Verdurstens schwer sein, zahlt sich aber ohne Frage aus. Neben Wasser finden auch noch Besonderheiten aus der Vorkriegszeit immer wieder den Weg in den Rucksack eines Plünderers, dann versiegelte Dosen mit zuckerhaltiger Limonade oder fruchtigen Säften waren früher sehr beliebt und wurden zu großen Mengen hergestellt. Das führte dazu, dass man sie mit viel Glück immer noch finden kann.

Allerdings sollte man sich davon überzeugen, dass alles Gefundene noch gut verschlossen ist.

Munition

Auch wenn Nahkampfwaffen ein bewährtes und sparsames Mittel sind, um sich Gefahren vom Hals zu halten, kann man die Effektivität und Sicherheit, die Schusswaffen einem gewähren, nicht von der Hand weisen. Die Möglichkeit, jemanden oder etwas zu töten, ohne sich anzunähern, erhöht die Überlebenschance um ein Vielfaches. Der Haken dabei: natürlich Munition. Die vielen Jahre, die seit dem Untergang der Gesellschaft vergangen sind, haben es nicht gut mit Schwarzpulver und Zündhütchen gemeint. Alles, was nicht überlagert oder bereits verschossen ist, versteckt sich noch in den letzten trockenen, ungeplünderten Ecken der kaputten Welt und zählt zu den wertvollsten Dingen, die man finden kann. Viele Schusswaffen in den Wastelands sind so umgebaut, dass sie mehrere Kaliber laden können. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Eine Patrone, die man nicht verballern kann, ist beim Überlebenskampf nicht hilfreich.

Medikamente

In der sehr bewegten Zeit vor dem Fall der Menschheit hat sich viel in Sachen Forschung und Entwicklung getan. Primär im militärischen Bereich, aber durchaus auch in der Medizin und der Pharmaindustrie. Medikamente und Arzneien sind mittlerweile jedoch ein rares Gut, was bemerkenswert ist, wenn man bedenkt, wieviel davon in jedem Haushalt in der prä-apokalyptischen Zeit vorhanden war. Gleichzeitig ist der Bedarf dieser Mittel in der rauen Welt der Wastelands enorm. Schmerzmittel, Antibiotika und Strahlungsmedikamente gehören neben Verbandszeug und Desinfektionsmittel zu den gefragtesten Ressourcen, was daran liegt, dass Leute nach wie vor wenig Lust haben, an Krankheiten und Infektionen draufzugehen. Die surrealen Mengen an Sofortinjektionen, die für ehemalige Kriege produziert wurden, stellen bis heute die medizinische Versorgungsgrundlage dar.

  • Nalo & DIM

Im Zuge der im kalten Krieg getätigten Vorbereitungen für einen nuklearen Konflikt wurde von der europäischen Regierung ein Gesetz erlassen, das es verpflichtend machte, Soldaten mit Schmerzmitteln und Strahlungsmedikamenten auszustatten. Ein Vertrag wurde mit BOCK-Arzneibedarf ausgehandelt, kurz darauf kamen die ersten Lastwagen aus Nowosibirsk, bis über den Rand gefüllt mit Soforthilfeinjektionen. In den ersten Tests erwiesen sich diese als äußerst wirkungsvoll und sicher, was zu ihrer raschen Verteilung auf dem ganzen Kontinent führte und dazu beitrug, dass sie sich in den Wastelands auch viele Dekaden später noch großer Beliebtheit erfreuen.

  • Naloprophin (Nalo)

Der Wirkstoff Naloxon war neu entdeckt worden und war ein exzellenter Schmerzhemmer, der zudem den natürlichen Entgiftungsprozess des menschlichen Körpers unterstützt und beschleunigt. Durch die intravenöse Aufnahme werden die Probleme des Wirkstoffs mit den first-pass Effekts umgangen. Naloprophin, kurz "Nalo", fand sich nun in der Brusttasche eines jeden Soldaten. Und so dauerte es nicht lange, bis man den Haken daran fand - bei mehrmaligem Konsum stellt sich sehr schnell eine Abhängigkeit ein. Allerdings hat ein vorzeitiges Ende des Krieges durch nukleare Vernichtung dieses Problem ein wenig in den Schatten gestellt.

  • Diindolylmethan (D.I.M)

Als die berechtigte Angst vor Atombomben und radioaktiver Verseuchung mehr und mehr wuchs, liefen die Forschungen zu Hilfsmitteln gegen die Strahlung auf Hochtouren. Diindolylmethan wurde entdeckt und war wie für diese Aufgabe geschaffen - es verhindert Zellschäden durch radioaktive Strahlung und wirkt krebshemmend. Rasch wurde daraus ein Medikament synthetisiert, das den Namen D.I.M bekommen sollte. Tests wurden in Rekordzeit durchgewunken, Fragen wurden keine gestellt. Und so kam es, dass bereits die ersten LKWs mit dem BOCK Logo, die europäische Straßen befuhren, auch D.I.M als Fracht transportierten.

Arztspiel --> Hier findet ihr den Leitfaden zum Arztspiel dort erklären wir euch wie die oben genannten Medikament im Spiel verwendet werden können.